Die leiseste Meisterschaft – Torball in Dortmund

Als Fan des FC St.Pauli muss man nicht nur im Profifussball mitzittern. Während die Profifussballer des Magischen FC gegen den 1. FC Kaiserslautern über ein 1:1 nicht hinaus kamen, spielten die Torballdamen um die Deutsche Meisterschaft. Naja… ein wenig übertrieben: Denn leider schieden sie mit 0 Punkten aus 6 Spielen sehr früh aus dem Rennen um die Meisterschaft aus.

Heute war also die Deutsche Meisterschaft im Torball der Damen. Im Grunde ein einfaches Turnier. Vier Mannschaften spielen zweimal je 10 Minuten Jeder-gegen-Jeden. Pro Sieg gibt es zwei Punkte, ein Unentschieden bringt einen Punkt. Am Ende spielen die erstplatzierte Mannschaft gegen den zweiten Platz. Der Sieger ist Deutscher Meister.

Schon in der Mitte des Tages war der deutliche Vorsprung der Borussen und damit wohl ihr Ziel klar zu sehen. Denn nach der Vizemeisterschaft im letzten Jahr möchten sie dieses Jahr in “eigener Halle” die Meisterschaft. Mein eigener Verein glänzte eher als Punktelieferant, da alle sechs Spiele (teilweise hoch) verloren gingen.

Die sportlichen und taktischen Leistungen der Torballerinnen gefielen mir im Laufe des Tages. Einzelne Spielerinnen ragten dabei durch ihr Auftreten auf dem Platz auch hervor. Wie mir berichtet wurde, handelten es sich da auch um die Nationalspielerinnen. Im letzten Vorrundenspiel des Tages konnte auch mehr oder weniger überraschend die SG HoKaMü (Spielgemeinschaft Hoffeld-Karlsruhe-München) an der TG Untergliederbach vorbeiziehen und mit Platz 2 das Final-Ticket lösen. Die Dortmunderinnen erspielten sich über den gesamten Tag souverän den ersten Tabellenplatz.

Im Finale standen sich dann der BVB und die SG HoKaMü gegenüber. Dass sich beide wenig schenken wollten war nach den ersten 5 Minuten deutlich, denn es stand dann noch immer 0:0. Einige Patzer und technische Fehler brachten dann aber der SG die Führung. Dortmund konnte zwar noch auf 2:2 ausgleichen, verlor aber dann durch zwei Gegentreffer am Ende das Spiels mit 2:4.

Da im Nachbarbereich der Halle noch die Torball-Herren um die Meisterschaft spielten, durften sich aber die Damen nicht so laut freuen. Denn es ist im Torball notwendig, dass absolute Ruhe herrscht. Auch darf erst nach Schiedsrichterbestätigung geklatscht oder gejubelt werden. Damit habe ich die wohl leiseste Meisterschaftsfeier erlebt, die der deutsche Sport anbieten kann.

Herzlichen Glückwunsch dann
nochmal
von mir an einen verdienten Deutschen Meister 2018. Es war mir nicht nur ein großes Vergnügen, sondern auch eine Ehre an diesem Tag dabei sein zu dürfen.

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