„Deine Daten sind mir egal!“

Morgen (25.5.) tritt das neue Bundesdatenschutzgesetz in Kraft, in dem die Richtlinien der europäischen Datenschutzverordnung (DSG-VO) verankert sind. Für viele Webseitenbetreiber ist das ein Stichtag, der sie wild umherlaufen lässt.

Ja, auch diese Seite ist betroffen und auch ich musste nochmal nachsehen, wo welche Daten und warum erhoben, verarbeitet oder gespeichert werden. Ich habe wie viele andere mein Impressum überprüft und gar eine Datenschutzerklärung angefügt.

Ich bin auch zu dem Schluss gekommen, dass ich gar keine Daten von irgendwem benötige und auch nicht sammeln möchte. Ich habe also alle Tools, Plug-Ins und sonstige Spielereien, die nicht im direkten Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Texten auf dieser Seite zu tun haben, abgeschaltet, deinstalliert oder anderweitig entfernt. Ich habe mich daher auch dazu entschlossen, entgegen dem typischen Gang nicht meine Gäste mit „Ihre persönlichen Daten sind mir wichtig!“ zu begrüssen, sondern tatsächlich zu sagen: „Deine Daten sind mir egal!“.

Ich brauche nicht das Wissen, wer, wann, von woher und wie man auf meine Seite kam. Ich muss nicht wissen, was der-/diejenige vorher bei irgendwelchen Amazonen bestellt oder in Suchmaschinen erschnüffelt hat. Ich verteile keine Cookies. (Die futter ich lieber „felfst“!) Ich sammle auch keine IP-Adressen. Leider heißt das auch, dass man mir auch keine Kommentare auf dem Seiten hinterlassen kann.

Ich bin dennoch auch auf anderen Plattformen zu erreichen, bei denen ich meine Blogartikel „bewerbe“. Dort kann gerne mal kommentiert, geliked, faved oder auch ignoriert werden. Aber da werden eure Daten vermutlich gesammelt und verarbeitet. Also passt auf euch auf!

Gruß

Hélder

Post von Aguiar – (2)

Liebe Hertener SPD,

Du hast die BM-Wahl in Herten klar verloren. Was passiert jetzt?

Das versuchst Du auf einer Klausurtagung herauszufinden. Üblicherweise wird ein Bauernopfer gesucht und dieser tritt dann irgendwie zurück. Das wäre hier logischerweise dann Alexander Letzel. Das kennt man von Dir aus der Bundestagswahl und Steinbrück.

Damit hättest Du dann aber zwei weitere Probleme.

Das eine Problem: Wer wäre denn dann die Nr.2,die das „Ruder herumreißen“ kann? Ich sehe niemanden.

Das Andere: Ihr macht damit genauso weiter, wie vorher. Ihr habt nichts dazugelernt.

Das Problem war nicht „Alex“, liebe SPD. Nicht er ist nicht gewählt worden, sondern Du!

Herzlichst

Ihr

Hélder Aguiar

Post von Aguiar

Eine Fahrt durch Herten brachte mich auf einige Ideen, die ich zu einer zusammenführen wollte. Anlass war ein neues Wahlplakat und die Charmeoffensive des Bürgermeisterkandidaten „Alex“.
Während „Alexander Letzel“ und seine SPD vorher einen seriös wirkenden Wahlkampf geführt haben, scheint man vom Erfolg des bürgernah geprägten Wahlkampfs des parteilosen Kandidaten Fred Toplak etwas abhaben zu wollen. Denn genau diese beiden stehen sich bei der Stichwahl am 5.6. gegenüber.
Auch finde ich immer häufiger Gefallen an dem Schreibstil von BILD-Chefkolumnist Franz-Josef Wagner, dessen Kolumne „Post von Wagner“ in einer Satire-Pressesendung häufig auseinandergenommen wird. Für mich der Startschuss mich mal selbst an diesem Stil zu versuchen:

Lieber Alex,
Bürgermeister von Herten möchtest Du werden, ein
„Alex“ soll gewählt werden. Ich will das nicht.
Du und Deine Partei haben diese Stadt zu dem
gemacht, was sie heute ist. Darauf könnt Ihr stolz
sein!
Die Hertener sind es nicht.
Du führst eine Linie weiter, die schon seit Jahren
überholt ist. Einzig Tradition wird Dich noch wählen.
Ich werde das nicht.
Ich bleibe lieber beim „Sie“, Herr Letzel.
Herzlichst und frei nach F.-J. Wagner*
Ihr
Hélder Aguiar

* Franz-Josef Wagner: Chefkolumnist bei BILD und Verfasser der „Post von Wagner“